Gottgeborgen


Aus dem Nebel
tropfen Stalaktiten
in mich ein.

  So spitz und schwer,
so schwer und spitz,
so sehr.

  Reißen, ritzen,
schlitzen, beißen
mit Zorneszähnen
in mein
Hungerherz.

  Ohne Dich
wär ich
schon immer
Tod.

  Mit reinster
Netzhaut
hüllt
Dein Liebesblick
den wunden
Hörmund ein.

  Fängst mich
so sicher
wie Deinen Augapfel,
der vom Himmel herab
in den Schoß
des Gärtners
fällt
gottgeborgen.

4.05.2010    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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