Ein Wenig


Lass mich ein wenig eintreten
in Deinen Atemraum.
Dort kann ich etwas Ruhe einatmen,
die viele Unrast ausatmen
und im Gegenzug vielleicht
die Taube spüren, unverdient.

  Nimm mich ein wenig gefangen
in Deiner Abseitsfalle.
Dort kann ich vielleicht wieder in's Spiel finden,
den Ball öfters an Dich abgeben
und werde im Gegenstoss am Ende gar
vor einem Eigentor bewahrt, unverhofft.

  Halt' mich ein wenig fest
in Deiner grenzenlosen Freiheit.
Dort kann ich mich anders sehen,
vielleicht wieder in neuem Licht
und in Deinen Augenblicken
Neues erleben, ungeahnt.

  Gründe mich ein wenig mehr ein
in Deine rebenslustigen Weinberge.
Dort kann ich vielleicht meinen Durst stillen,
meinen Becher etwas in Deine volle Kelter tauchen
und so überfließend in Deinem Wortschwall andere tränken,
an andere denken, ungewöhnlich.

23.11.2018    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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