Epilog: Menora (Sacharja 4)



Gedicht: Menora (Sacharja 4)

  Sieben Arme gerichtet nach oben,
sieben Flammen, um den Höchsten zu loben,
Lichtleuchter, um das Chaos zu wenden,
Lohenwerfer will Wärme den Fernen
und Licht ins Dunkel uns senden.

  Nicht durch Heer oder Kraft,
nicht was ein männlicher schafft,
nichts, was ersteht und wieder erschlafft,
nicht ein Armleuchter, der hüllisch sich preist,
nein, kein Wille im Fleisch.
Einzig allein
durch Gottes Geist!

  Spricht der Herr Zebaoth:
"Aus mir entstammt alles Werden.
Zerflammt bin ich hier auf Erden,
in tausend Stämme und Stimmen.
Du Israel, du bist mein lebendiges Zeichen!
Gestifteter Lichtbaum, erblühe!
Leuchte, denn im lichtenden Leuchten
kann kein finsteres Werk
dich jemals erreichen."

 
Bibelstelle – Sacharja 4,6 (Luther)

  Da antwortete er und sprach zu mir:
Dies ist das Wort des HERRN an Serubbabel:
Es soll nicht durch Heer oder Kraft,
sondern durch meinen Geist geschehen,
spricht der HERR Zebaoth.

 
â€â™€ Meditation

  Ich stehe vor dem Licht,
das nicht aus mir kommt.
Nicht aus meiner Kraft,
nicht aus meinem Wollen.

  Ich merke,
wie oft ich versuche zu leuchten
aus eigener Anstrengung
und dabei müde werde.

  Du stellst das Licht anders auf.
Nicht als Leistung,
sondern als Gabe.

  Ich darf brennen,
ohne mich zu verbrauchen.
Ich darf leuchten,
ohne mich in den Mittelpunkt zu stellen.

  Vielleicht geht es heute nicht darum,
mehr zu tun,
sondern darum,
mich vom Geist Gottes entzünden zu lassen
und da zu stehen,
wo ich hingestellt bin.

 
â“ Fragen für den Tag

  1. Wo versuche ich aus eigener Kraft zu wirken?
2. Wo fühle ich mich müde vom "Selber-Leuchten?"
3. Was bedeutet für mich: "durch Gottes Geist?"
4. Wo könnte ich heute einfach Licht weitergeben, ohne mich zu überfordern?
5. Wozu fühle ich mich gesendet?

 
Gebet

  Gott,
Du bist das Licht,
das nicht verlischt.

  Nimm mir den Druck,
selbst Quelle sein zu müssen.

  Entzünde mich neu
durch Deinen Geist
und stelle mich dorthin,
wo mein Licht gebraucht wird.

  Lass mich leuchten
zu Deiner Ehre
und zum Leben der anderen.

 
Körperübung

  **"Sich ausrichten."**

  Stelle dich aufrecht hin.
Richte die Wirbelsäule sanft auf.

  Hebe beim Einatmen langsam die Arme
leicht nach oben und außen.

  Beim Ausatmen
lasse sie wieder sinken
und spüre die Erdung.

  Wiederhole dies fünf Atemzüge lang.
Beim Einatmen: *Ich empfange Licht aus göttlicher Flamme.*
Beim Ausatmen: *Ich gebe es weiter weil mein Herz für IHN brennt.*

 
Abendreflexion

  Wo habe ich heute aus eigener Kraft gehandelt?
Wo durfte ich mich getragen wissen?
Wo ist durch mich heute Licht weitergegeben worden?
Wofür bin ich dankbar?

2.01.2001  ↑    


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