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Gedicht: Kana (Johannes 2) |
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Wenn es wieder an Wein fehlt, der Kelch nie vorüber- und alles immerzu zu schnell zur Neige geht, Ihm sagen: "Ich habe keinen Wein!" |
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Dann tun, was er sagt: Den Leerraum mit dem füllen, was man hat und ist, sich wieder einkrügen und sich einfließen lassen wie Wasser bis zum Rand geduldig wie die Diener. |
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Nicht mehr Wein wollen. Die Hochzeitsgäste haben schon an sich genug. Dann, wenn er es sagt, Kostproben geben, hoffend schöpfen und warten auf den Bräutigam, bis er kommt und sich freut über dein Wasser, das zu Wein geworden ist. |
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Bibelstelle – Johannes 2,3 –5 (Luther) |
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Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein. |
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Jesus spricht zu ihr: Was geht's dich an, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. |
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Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut. |
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â€â™€ Meditation |
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Ich kenne diesen Mangel. Wenn die Freude dünn wird und das, was trägt, nicht mehr reicht. |
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Ich muss nichts erklären. Ich darf sagen, was ist. "Ich habe keinen Wein." |
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Dann beginnt etwas Anderes: Nicht mehr fordern, sondern füllen. Nicht mehr vergleichen, sondern bereitstellen. |
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Ich gebe, was ich habe. Nicht mehr. Nicht weniger. |
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Und ich warte. Geduldig. Bis Wandlung geschieht nicht aus mir, sondern durch Dein Wort. |
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â“ Fragen für den Tag |
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1. Wo erlebe ich gerade Mangel oder Erschöpfung? 2. Was würde ich Jesus heute schlicht sagen, ohne Erklärung? 3. Womit könnte ich meine "Krüge" füllen – realistisch, ehrlich? 4. Wo bin ich eingeladen zu Geduld statt zu Aktionismus? 5. Welche kleine Wandlung könnte ich heute erwarten? |
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Gebet |
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Jesus, ich bringe Dir meinen Mangel. Nicht als Forderung, sondern als Wahrheit. |
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Zeige mir, was ich tun kann und was ich lassen darf. |
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Verwandle, was ich bringe, wenn die Zeit reif ist. |
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Lass mich warten mit Vertrauen. |
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Körperübung |
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**"Den Krug füllen."** |
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Stelle dich aufrecht hin. Atme tief ein und hebe dabei langsam die Arme. |
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Beim Ausatmen senke die Arme und stelle dir vor, wie ein Krug sich füllt. |
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Wiederhole dies fünf Atemzüge lang. Beim Einatmen: *Ich empfange.* Beim Ausatmen: *Ich vertraue.* |
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Abendreflexion |
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Wo habe ich heute Mangel benannt? Wo habe ich getan, was mir gesagt war? Gab es eine Spur von Wandlung, leise oder unerwartet? Wofür bin ich dankbar? |