Was bist du? (1.Mose)


Was bist du,
Mensch,
dass Gott
deiner gedenkt?

  Was denkst du,
Mensch,
wer Gott ist,
Bartträger?
Fern-Seher?

 
Bild: WasBistDu_02 (Quelle: Englmaier)

Du Schlangenbetörter,
du Veraugapfelter,
bist du nicht
Mensch,
weil Gott
sich dir schenkt,
edenerdig wird,
damit dein "Nein"
einen Grund findet,
schon im Jetzt?

12.01.2013  ↑    




Epilog: Was bist du? (1.Mose)



Gedicht: Was bist du? (1.Mose)

  Was bist du,
Mensch,
dass Gott
deiner gedenkt?

  Was denkst du,
Mensch,
wer Gott ist,
Bartträger?
Fern-Seher?

  Du Schlangenbetörter,
du Veraugapfelter,
bist du nicht
Mensch,
weil Gott
sich dir schenkt,
edenerdig wird,
damit dein "Nein"
einen Grund findet,
schon im Jetzt?

 
Bibelstelle – 1. Mose 1,26 –27 (Luther)

  Und Gott sprach:
Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei.
Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde,
zum Bilde Gottes schuf er ihn;
und schuf sie als Mann und Frau.

 
â€â™€ Meditation

  Ich bleibe stehen bei der Frage.
Nicht, um sie schnell zu beantworten,
sondern um mich von ihr ansehen zu lassen.

  Was bin ich,
wenn Gott meiner gedenkt?
Nicht Leistung,
nicht Funktion,
sondern Gegenüber.

  Ich merke,
wie meine Bilder von Gott
zu klein werden.
Wie schnell ich ihn festlege,
um mich selbst zu sichern.

  Und doch:
Gott schenkt sich.
Er wird nah.
Er nimmt meine Erdigkeit ernst,
meine Freiheit,
sogar mein Nein.

  Vielleicht beginnt Würde dort,
wo ich mich nicht erkläre,
sondern empfange.
Wo ich mir zugestehe,
gemeint zu sein.

 
â“ Fragen für den Tag

  1. Welche Antwort gebe ich mir selbst auf die Frage: "Was bin ich?"
2. Welche Bilder von Gott trage ich in mir?
3. Wo erlebe ich meine Freiheit als Geschenk, wo als Last?
4. Was bedeutet es für mich, Ebenbild Gottes zu sein?
5. Wo darf mein "Ja" oder "Nein" heute ehrlich sein?

 
Gebet

  Gott,
Du siehst mich an,
bevor ich mich verstehe.

  Bewahre mich davor,
mich klein zu machen
oder zu überschätzen.

  Lass mich leben
aus der Würde,
die Du mir schenkst,
und aus der Freiheit,
die Du mir zutraust.

 
Körperübung

  **"Sich aufrichten."**

  Stelle dich ruhig hin.
Richte den Oberkörper sanft auf.

  Spüre den Boden unter den Füßen
und die Weite nach oben.

  Atme ein
und sage innerlich: *Ich bin gemeint.*
Atme aus
und sage: *Ich darf frei sein.*

  Wiederhole dies einige Atemzüge lang.

 
Abendreflexion

  Wo habe ich heute meine Würde gespürt?
Wo habe ich mich hinter falschen Bildern versteckt?
Wofür kann ich am Ende dieses Tages danken?



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