Von Anfang an (1.Mose)


Von Anfang an,
von jenseits des Ereignishorizonts,
schöpft Gott sein singuläres Sein
zur Raumzeit hier und Leben.
Von Anfang an,

  Durch unsre Not entäußert,
in unsre Nacht hineingetrieben,
zu raum- und schmerzverkrümmt.
Unerschöpflich ist sein Geben,
noch unermesslich mehr sein Lieben.

  Von Anfang an
Wort ins Fleisch verknallt
schafft es sich vom Himmel her
zu Erde,
damit in finst'rer Urgewalt
viel Licht aus Schatten werde.
So wird alles, was verworden war,
ins rechte Licht gerückt,
wird gut und ganz und wahr,
weil Gott in diesem Wüsten hier
sich selbst
in seinem Sohn erblickt.

  Von Anfang an
ist Gott im Ende schon
und noch im Werden,
entfächert Gleichzeit sich
in deutungstolle Lebensdimension.
Schenkt deutungsloses Sein
als Freiraum sich auf Erden,
um sich mit menschlichen Gebärden
mit uns in neues Dasein einzuformen.
Wer sieht, was Leiden schafft?
Gott sieht's
dem Anfang an:
Alles ist gut.

3.02.2013  ↑    




Epilog: Von Anfang an (1.Mose)



Gedicht: Von Anfang an (1.Mose)

  Von Anfang an,
von jenseits des Ereignishorizonts,
schöpft Gott sein singuläres Sein
zur Raumzeit hier und Leben.
Von Anfang an,

  Durch unsre Not entäußert,
in unsre Nacht hineingetrieben,
zu raum- und schmerzverkrümmt.
Unerschöpflich ist sein Geben,
noch unermesslich mehr sein Lieben.

  Von Anfang an
Wort ins Fleisch verknallt
schafft es sich vom Himmel her
zu Erde,
damit in finst'rer Urgewalt
viel Licht aus Schatten werde.
So wird alles, was verworden war,
ins rechte Licht gerückt,
wird gut und ganz und wahr,
weil Gott in diesem Wüsten hier
sich selbst
in seinem Sohn erblickt.

  Von Anfang an
ist Gott im Ende schon
und noch im Werden,
entfächert Gleichzeit sich
in deutungstolle Lebensdimension.
Schenkt deutungsloses Sein
als Freiraum sich auf Erden,
um sich mit menschlichen Gebärden
mit uns in neues Dasein einzuformen.
Wer sieht, was Leiden schafft?
Gott sieht's
dem Anfang an:
Alles ist gut.

 
Bibelstelle – 1. Mose 1,1 (Luther)

  Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

 
â€â™€ Meditation

  Ich bleibe beim Anfang.
Nicht als Datum,
sondern als Zusage.

  Noch bevor ich werde,
noch bevor ich frage,
noch bevor etwas zerbricht,
ist Gott da.

  Ich trage Brüche,
Dunkel,
Unverstandenes.
Dennoch hoffe ich auf Sein Wort:
alles ist gut.

  Nicht weil alles leicht ist,
sondern weil Gott sich hineinbegibt.
Weil er das Werdende nicht verlässt
und das Verlorene nicht meidet
wird alles leichter.

 
â“ Fragen für den Tag

  1. Wo vergesse ich, dass mein Leben einen guten Ursprung hat?
2. Welche Schatten möchte ich heute nicht mehr verdrängen?
3. Was bedeutet es für mich, dass Gott im Werden gegenwärtig ist?
4. Wo darf ich meinem Leben mehr Vertrauen schenken?
5. Was könnte heute "gut genug" sein?

 
Gebet

  Gott,
Du bist da,
bevor ich beginne
und wenn ich nicht weiterweiß.

  Halte mich fest
im Ursprung Deiner Liebe,
wenn Zweifel laut werden.

  Lass mich leben
aus Deinem Blick,
der mein Leben
gut meint und nennt.

 
Körperübung

  **"Im Ursprung stehen."**

  Stelle dich ruhig hin.
Spüre den Boden unter deinen Füßen.

  Atme tief ein
und richte dich sanft auf.

  Beim Einatmen: *Ich komme aus Dir.*
Beim Ausatmen: *Ich komme zu Dir.*

  Wiederhole dies einige Atemzüge lang.

 
Abendreflexion

  Wo habe ich heute Anfang gespürt?
Wo durfte ich Vertrauen wagen?
Was kann ich als "gut" zurücklassen?
Warum gibt es keinen Grund, nicht dankbar zu sein?



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