Vivat David (Buch der Könige)


Vivat David,
wundersamer Wortwender,
dein Reden verschweigt sich nicht
an Batsebas Lippen,
noch bleibst du wortlos
im Wortschwall der Riesen
schleuderst du deine Antwort
mit aller Kraft gegen alles,
was dir die Stirn bietet,
wortergeben durchklingt
dein Saitenspiel die Zeit,
unverhallt.

  Vivat David,
in deinen Wortraum wohnt
das Wahrwort wahrhaftig
kraftschön, gestaltvoll.
Verwortet im Haus des Herrn
baust du die Mauern Jerusalems
auf deinem Wortstamm
blüht Salomons Weisheit
auf immerdar
holst du das Prophetenwort heim
und verfreust dich unverschämt
in seiner Gegenwart.

  Vivat David,
wer auf deinen Fels baut,
der ist behirtet,
umtröstet von Stock und Stab.
Auch wenn er schluchzt
in tiefer Totschattenschlucht,
wird das Wohnwort um ihn sein,
bis der Becher wieder überfließt
ins Immerdar.

12.10.2012  ↑    




Epilog: Vivat David (Buch der Könige)



Gedicht

  Vivat David,
wundersamer Wortwender,
dein Reden verschweigt sich nicht
an Batsebas Lippen,
noch bleibst du wortlos
im Wortschwall der Riesen
schleuderst du deine Antwort
mit aller Kraft gegen alles,
was dir die Stirn bietet,
wortergeben durchklingt
dein Saitenspiel die Zeit,
unverhallt.

  Vivat David,
in deinen Wortraum wohnt
das Wahrwort wahrhaftig
kraftschön, gestaltvoll.
Verwortet im Haus des Herrn
baust du die Mauern Jerusalems
auf deinem Wortstamm
blüht Salomons Weisheit
auf immerdar
holst du das Prophetenwort heim
und verfreust dich unverschämt
in seiner Gegenwart.

  Vivat David,
wer auf deinen Fels baut,
der ist behirtet,
umtröstet von Stock und Stab.
Auch wenn er schluchzt
in tiefer Totschattenschlucht,
wird das Wohnwort um ihn sein,
bis der Becher wieder überfließt
ins Immerdar.

 
Bibelstelle – Psalm 23,1 –4 (Luther)

  Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

  Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.

 
â€â™€ Meditation

  Ich höre Davids Stimme
zwischen Mut und Bruch.
Nicht glatt,
nicht unangefochten,
aber getragen.

  Worte werden bei ihm
nicht Schmuck,
sondern Halt.
Sie bauen,
trösten,
richten auf.

  Ich spüre meine Sehnsucht
nach einem Fels,
der bleibt,
nach einem Wort,
das mich behirtet,
wenn Wege dunkel werden.

  Vielleicht ist Zuversicht heute
kein Überschwang,
sondern das stille Wissen:
Ich bin umgeben
vom ewigem Hirten.
Mein Becher darf wieder überfließen.

 
â“ Fragen für den Tag

  1. Welche Worte tragen mich, wenn ich unsicher werde?
2. Wo suche ich Halt: in mir oder jenseits meiner Kraft?
3. Was bedeutet mir das Bild vom Hirten heute?
4. Wo erfahre ich Geborgenheit, trotz Bruchstellen?
5. Wofür kann ich heute dankbar loben?

 
Gebet

  Gott,
Du gibst mir Worte,
wenn mir die Stimme fehlt
und Du in Deiner Liebe zu mir
schweigst.

  Sei mein Fels,
wenn ich wanke.
Sei mein Hirte,
wenn ich mich in meiner Wüste
verlaufe.

  Lass mein Leben
ein Lied werden,
getragen von Deinem Wort
immerdar.

 
Körperübung

  **"Behütet stehen."**

  Stelle dich ruhig hin.
Spüre den Boden unter deinen Füßen.

  Lege eine Hand auf die Brust,
die andere locker an die Seite.

  Atme ruhig ein und aus.
Beim Einatmen: *Ich bin behütet.*
Beim Ausatmen: *Ich lasse los.*

  Bleibe einige Atemzüge
in dieser Haltung.

 
Abendreflexion

  Wo habe ich mich heute getragen gefühlt?
Welches Wort oder Bild hat mir Halt gegeben?
Wofür durfte mein Becher überfließen?
Was gibt mir Grund zur Dankbarkeit?



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