|
Prophetenworte, was schweigt ihr so mächtig in mir? Weit verstreut und verstummt, wortverdorrt ohne Odem wie Gebeine im Totental seid ihr mir geworden. Weder Widerreden noch Trostworte bringt ihr hervor, eure Stimme erhebt sich nimmermehr! Werdet ihr wohl wieder lebendig werden? |
|
Prophetenworte, was schweigt ihr so mächtig in mir? Habt ihr nicht immer schon meinen Weg gebahnt durch die Wortflut meiner Feinde. Streckt euren Stab doch erneut aus, damit ich Wachteln und Manna finde in meiner Wüste und ein neues altes Lied: "Hoch erhaben ist der Herr! Ross und Wagen warf er ins Meer!" |
![]() |
|
Gedicht: Prophetenworte (Hesekiel, Könige, 2.Mose) |
|
Prophetenworte, was schweigt ihr so mächtig in mir? Weit verstreut und verstummt, wortverdorrt ohne Odem wie Gebeine im Totental seid ihr mir geworden. Weder Widerreden noch Trostworte bringt ihr hervor, eure Stimme erhebt sich nimmermehr! Werdet ihr wohl wieder lebendig werden? |
|
Prophetenworte, was schweigt ihr so mächtig in mir? Wie oft habt ihr nicht schon die Baalsstimmen mit Himmelsfeuer erstickt, das Dankopfer in mir neu entflammt? Sollte ich je vergessen die Lebensworte aus eurem Mund, wenn all meine Mittel verlebt, meine Quellen besiegt waren, wart ihr mir nicht Brot und Krug für den weiten Weg? |
|
Prophetenworte, was schweigt ihr so mächtig in mir? Habt ihr nicht immer schon meinen Weg gebahnt durch die Wortflut meiner Feinde. Streckt euren Stab doch erneut aus, damit ich Wachteln und Manna finde in meiner Wüste und ein neues altes Lied: "Hoch erhaben ist der Herr! Ross und Wagen warf er ins Meer!" |
|
Bibelstelle – Hesekiel 37,5 (Luther) |
|
So spricht Gott der HERR zu diesen Gebeinen: Siehe, ich will Odem in euch bringen, dass ihr wieder lebendig werdet. |
|
â€â™€ Meditation |
|
Ich kenne dieses Schweigen. Worte, die mich einmal getragen haben, liegen wie fern. |
|
Ich erinnere mich, wie sie mir Brot waren und Wasser auf dem Weg. Und doch erreichen sie mich jetzt kaum. |
|
Ich halte diese Spannung aus: zwischen Erinnerung und gegenwärtiger Leere. |
|
Vielleicht ist Schweigen kein Ende, sondern ein Wartestand. Ein Raum, in dem neues Leben erst wieder Atem finden muss. |
|
Ich bleibe da, auch ohne Stimme. Ich halte mich hin für den Odem, der nicht aus mir kommt. |
|
â“ Fragen für den Tag |
|
1. Welche Worte tragen mich im Moment nicht mehr? 2. Wo erlebe ich geistliche Trockenheit oder Schweigen? 3. Welche Erinnerungen an früheres Getragensein tauchen auf? 4. Was erwarte ich heute von Gott – bewusst oder unbewusst? 5. Welches Tote in mir will wieder Atem finden? |
|
Gebet |
|
Gott, manche Deiner Worte sind mir fern geworden. |
|
Ich halte Dir mein Schweigen hin und meine Sehnsucht. |
|
Erinnere mich, wo Deine Stimme mich einst getragen hat. Und schenke mir Geduld, wenn ich auf neuen Odem von Dir warten muss. |
|
Du sprichst immer, wenn die Zeit reif ist. |
|
Körperübung |
|
**"Atem empfangen."** |
|
Setze dich ruhig hin. Lege eine Hand auf den Bauch. |
|
Atme langsam ein und spüre, wie sich der Bauch hebt. |
|
Atme aus und lasse alles Schwere sinken. |
|
Beim Einatmen: *Odem Gottes komm* Beim Ausatmen: *Ich warte.* |
|
Wiederhole dies einige Minuten. |
|
Abendreflexion |
|
Wo hätte ich heute Zusagen anstatt Schweigen gebraucht? In welchen Erinnerungen habe ich heute "Odem" gespürt? Gab es eine leise Spur von Hoffnung oder Leichtigkeit? Wofür bin ich dankbar? |