![]() So Du mich berufst durchs Prophetenwort, in meine Wüste führst, ich sein lässt. |
![]() Wenn ich mich versenke im Überhandsand, verwehe im Blindwind, versehe am Nichtlicht, vergehe am Wahnweg. |
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Dann versehne ich mich nach bereits Verwundenem, nach den Fleischfässern, sogar nach den Peitschenhieben, die sich in meiner verwüsteten Erinnerung verstreicheln zu sanften Schmetterlingsschlägen heimatvoll. |
![]() Dann verhadere ich mich in meiner brotlosen Freiheit am leeren Fleischtopf, im vertrockneten Wasserarm, aus dem mir jede verdorrte Wasserader zum Haderwasser zerrinnt unverdankt. |
![]() Aber Du bist da trotzdem, Manna in alles eingefleischt und wolkenversäult, Herr umgnadend immerfort, unverwüßtlich. |
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Darum lässt Du mich nicht versiegen, bedeckst Du mein Land mit Manna, gibst Du mir Dein Himmelsfleisch, nimmst Du den Wasserstab und schlägst ihn auf mein Felsenherz vertrauensvoll. |
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Gedicht: Manna (2. Buch Mose) |
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So Du mich berufst durchs Prophetenwort, in meine Wüste führst, ich sein lässt. |
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Wenn ich mich versenke im Überhandsand, verwehe im Blindwind, versehe am Nichtlicht, vergehe am Wahnweg. |
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Dann versehne ich mich nach bereits Verwundenem, nach den Fleischfässern, sogar nach den Peitschenhieben, die sich in meiner verwüsteten Erinnerung verstreicheln zu sanften Schmetterlingsschlägen heimatvoll. |
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Dann verhadere ich mich in meiner brotlosen Freiheit am leeren Fleischtopf, im vertrockneten Wasserarm, aus dem mir jede verdorrte Wasserader zum Haderwasser zerrinnt unverdankt. |
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Aber Du bist da trotzdem, Manna in alles eingefleischt und wolkenversäult, Herr umgnadend immerfort, unverwüßtlich. |
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Darum lässt Du mich nicht versiegen, bedeckst Du mein Land mit Manna, gibst Du mir Dein Himmelsfleisch, nimmst Du den Wasserstab und schlägst ihn auf mein Felsenherz vertrauensvoll. |
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Bibelstelle – 2. Mose 16,15 (Luther) |
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Und als es die Kinder Israel sahen, sprachen sie untereinander: Man hu? denn sie wussten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Es ist das Brot, das euch der HERR zu essen gegeben hat. |
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â€â™€ Meditation |
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Ich kenne diese Wüste. Nicht nur als Ort, sondern als Zustand. |
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Frei geworden und doch noch haltlos. Losgelöst und doch sehnsüchtig nach dem Vertrauten, selbst wenn es verwundet hat. |
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Ich spüre, wie leicht Erinnerung sich verklärt und Mangel das Vergangene schön färbt. |
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Und dennoch bist Du da. Nicht spektakulär. Nicht erklärend. Du gibst, was für heute reicht. |
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Kein Vorrat, keine Sicherheit auf morgen. Nur genug. Und das jeden Tag neu. |
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Vielleicht ist genau das die Einladung: nicht zurückzusehen, nicht vorauszuhorten, sondern zu lernen, mich heute tragen zu lassen. |
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â“ Fragen für den Tag |
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1. Wo erlebe ich gerade meine eigene Wüste? 2. Wonach sehne ich mich zurück, obwohl es mich nicht genährt hat? 3. Was bedeutet für mich "genug für heute?" 4. Wo fällt es mir schwer, auf tägliche Versorgung zu vertrauen? 5. Welche Spur von Getragenheit kann ich heute wahrnehmen? |
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Gebet |
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Gott, Du führst mich Wege, die ich mir nicht aussuche. |
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Ich bringe Dir mein Heimweh und meine Ungeduld. |
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Gib mir, was ich heute brauche. Nicht mehr, nicht weniger. |
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Lehre mich, Dein Manna zu erkennen und Dir zu vertrauen Schritt für Schritt. |
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Körperübung |
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**"Genug für heute."** |
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Stelle dich ruhig hin. Spüre beide Füße auf dem Boden. |
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Atme tief ein und breite beim Einatmen die Hände leicht aus. |
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Beim Ausatmen lasse die Hände wieder sinken und sage innerlich: *Es genügt.* |
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Wiederhole dies fünf Atemzüge lang. |
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Abendreflexion |
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Wo habe ich heute Mangel gespürt? Wo habe ich genug empfangen? Wofür kann ich am Ende dieses Tages danken? |