Farbenbund (1.Mose)


In jedem Augenblick nur
fällt im hohen Bogen Segen
auf dies flutverschwemmte Land
dem reinsten Himmelsweiß entrissen
stürzt er in bunt entflocht'nen Farben
auf meine Erde nieder.
So fällt er dem fleischversengten Blick entgegen
und spannt mir meine Himmel auf
in Raum und Zeit.
Noch schattenhaft, doch jetzt schon
farbenfroh und lebenswert.

 
Bild: Farbenbund_BogenMenschen_01 (Quelle: pixabay.com)

Dieser Bund ist wohl gegründet
vom Himmel her und
bis ins Tiefste eingestiftet.
Entflutet ist des Wassers Kraft.
Sie kann Docht und Flamme
nicht mehr trennen.
Dies Opfer hat Er selbst entzündet,
nicht Räucherwerk kann dies gelingen
noch Manneskraft, noch Böckeblut.
Dies Opfer muss Er selbst erbringen.
Am Fluchholz wird der Bund erfüllt.
Bricht Er sein Licht für mich in sich,
ist alles gut.

 
Bild: FarbenbundBogenSchrift_01 (Quelle: pixabay.com)

28.12.2012  ↑    




Epilog: Farbenbund (1.Mose)



Gedicht: Farbenbund (1. Buch Mose)

  In jedem Augenblick nur
fällt im hohen Bogen Segen
auf dies flutverschwemmte Land
dem reinsten Himmelsweiß entrissen
stürzt er in bunt entflocht'nen Farben
auf meine Erde nieder.
So fällt er dem fleischversengten Blick entgegen
und spannt mir meine Himmel auf
in Raum und Zeit.
Noch schattenhaft, doch jetzt schon
farbenfroh und lebenswert.

  Dieser Bund ist wohl gegründet
vom Himmel her und
bis ins Tiefste eingestiftet.
Entflutet ist des Wassers Kraft.
Sie kann Docht und Flamme
nicht mehr trennen.
Dies Opfer hat Er selbst entzündet,
nicht Räucherwerk kann dies gelingen
noch Manneskraft, noch Böckeblut.
Dies Opfer muss Er selbst erbringen.
Am Fluchholz wird der Bund erfüllt.
Bricht Er sein Licht für mich in sich,
ist alles gut.

 
Bibelstelle – 1. Mose 9,8 –17 (Luther)

  Und Gott sprach zu Noah und zu seinen Söhnen mit ihm:
Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit euren Nachkommen
und mit allem lebendigen Tier bei euch.

  Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken;
der soll das Zeichen sein des Bundes
zwischen mir und der Erde.

  Wenn der Bogen in den Wolken steht,
so will ich ihn ansehen
und gedenken an den ewigen Bund
zwischen Gott und allem lebendigen Wesen
auf Erden.

 
â€â™€ Meditation

  Ich halte inne
und schaue auf die Farben meines Lebens.
Ich sehe, wo es noch feucht ist
von alten Fluten.

  Und ich erkenne:
Du spannst Deinen Bogen über mir.
Nicht als Drohung,
sondern als Zusage.

  Ich muss nichts sichern,
nichts beweisen.
Dein Bund steht.
Er trägt mich –
auch dort, wo es noch schattet.

 
â“ Fragen für den Tag

  1. Wo entdecke ich heute Farben in meinem Leben?
2. Welche Flut liegt hinter mir?
3. Wo brauche ich Zusage und Sicherheit?
4. Was darf ich heute als "gut" annehmen?
5. Wo traue ich Deinem Bund mehr als meiner Angst?

 
Gebet

  Gott,
Du spannst Deinen Bogen
über meine Geschichte.
Du verbindest Himmel und Erde
mit Deinem Versprechen.

  Ich danke Dir
für die Farben,
für die Sicherheit,
für Dein Licht,
das bleibt.

  Lass mich heute leben
im Vertrauen auf Deinen Bund.

 
Körperübung

  **"Ich richte mich unter dem Bund auf."**

  Stelle dich aufrecht hin.
Hebe beim Einatmen langsam beide Arme
wie einen weiten Bogen über den Kopf.

  Beim Ausatmen
senke die Arme
und spüre den Boden unter deinen Füßen.

  Wiederhole dies fünfmal ruhig.

 
Abendreflexion

  Wo habe ich heute Farbe wahrgenommen?
Wo habe ich mich sicher gefühlt?
Wofür bin ich dankbar?



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