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In jedem Augenblick nur fällt im hohen Bogen Segen auf dies flutverschwemmte Land dem reinsten Himmelsweiß entrissen stürzt er in bunt entflocht'nen Farben auf meine Erde nieder. So fällt er dem fleischversengten Blick entgegen und spannt mir meine Himmel auf in Raum und Zeit. Noch schattenhaft, doch jetzt schon farbenfroh und lebenswert. |
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Gedicht: Farbenbund (1. Buch Mose) |
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In jedem Augenblick nur fällt im hohen Bogen Segen auf dies flutverschwemmte Land dem reinsten Himmelsweiß entrissen stürzt er in bunt entflocht'nen Farben auf meine Erde nieder. So fällt er dem fleischversengten Blick entgegen und spannt mir meine Himmel auf in Raum und Zeit. Noch schattenhaft, doch jetzt schon farbenfroh und lebenswert. |
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Dieser Bund ist wohl gegründet vom Himmel her und bis ins Tiefste eingestiftet. Entflutet ist des Wassers Kraft. Sie kann Docht und Flamme nicht mehr trennen. Dies Opfer hat Er selbst entzündet, nicht Räucherwerk kann dies gelingen noch Manneskraft, noch Böckeblut. Dies Opfer muss Er selbst erbringen. Am Fluchholz wird der Bund erfüllt. Bricht Er sein Licht für mich in sich, ist alles gut. |
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Bibelstelle – 1. Mose 9,8 –17 (Luther) |
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Und Gott sprach zu Noah und zu seinen Söhnen mit ihm: Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit euren Nachkommen und mit allem lebendigen Tier bei euch. |
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Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. |
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Wenn der Bogen in den Wolken steht, so will ich ihn ansehen und gedenken an den ewigen Bund zwischen Gott und allem lebendigen Wesen auf Erden. |
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â€â™€ Meditation |
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Ich halte inne und schaue auf die Farben meines Lebens. Ich sehe, wo es noch feucht ist von alten Fluten. |
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Und ich erkenne: Du spannst Deinen Bogen über mir. Nicht als Drohung, sondern als Zusage. |
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Ich muss nichts sichern, nichts beweisen. Dein Bund steht. Er trägt mich – auch dort, wo es noch schattet. |
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â“ Fragen für den Tag |
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1. Wo entdecke ich heute Farben in meinem Leben? 2. Welche Flut liegt hinter mir? 3. Wo brauche ich Zusage und Sicherheit? 4. Was darf ich heute als "gut" annehmen? 5. Wo traue ich Deinem Bund mehr als meiner Angst? |
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Gebet |
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Gott, Du spannst Deinen Bogen über meine Geschichte. Du verbindest Himmel und Erde mit Deinem Versprechen. |
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Ich danke Dir für die Farben, für die Sicherheit, für Dein Licht, das bleibt. |
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Lass mich heute leben im Vertrauen auf Deinen Bund. |
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Körperübung |
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**"Ich richte mich unter dem Bund auf."** |
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Stelle dich aufrecht hin. Hebe beim Einatmen langsam beide Arme wie einen weiten Bogen über den Kopf. |
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Beim Ausatmen senke die Arme und spüre den Boden unter deinen Füßen. |
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Wiederhole dies fünfmal ruhig. |
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Abendreflexion |
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Wo habe ich heute Farbe wahrgenommen? Wo habe ich mich sicher gefühlt? Wofür bin ich dankbar? |