Aufbruch (2.Mose)


Wenn etwas in dir aufbricht,
in ein gelobtes Land,
jeder Augenblick kann dies sein.
Dann vergiss nicht,
deinen Aufbruch zu vesehen
mit dem Blut des Lammes.
So muss der Todesengel
samt seinem Schuldschwert
an dir vorübergehen.

  Wenn etwas in dir aufbricht,
sei gewiss, immer zur Unzeit.
Dann würze dein Fleisch nicht.
Iss es mitsamt seiner bitteren Wahrheit,
damit du nicht auf seinen Geschmack kommst
und dein Aufbrechen keinen
Schiffbruch erleidet.

  Wenn etwas in dir aufbricht
aus finsterster Nacht,
sei gewiss, es ist so gewollt.
Iss das Fleisch im Stehen, am Stab.
So ist es leichter, das Gehen,
denn sein Weg führt dich weg,
eilend vom Fleischtopfort.
Es wartet das Manna und die Taube.
Brich auf, dann wirst du es kosten,
das Passah des Herrn.

27.10.2012  ↑    




Epilog: Aufbruch (2.Mose)



Gedicht: Aufbruch (2. Mose)

  Wenn etwas in dir aufbricht,
in ein gelobtes Land,
jeder Augenblick kann dies sein.
Dann vergiss nicht,
deinen Aufbruch zu versehen
mit dem Blut des Lammes.
So muss der Todesengel
samt seinem Schuldschwert
an dir vorübergehen.

  Wenn etwas in dir aufbricht,
sei gewiss, immer zur Unzeit.
Dann würze dein Fleisch nicht.
Iss es mitsamt seiner bitteren Wahrheit,
damit du nicht auf seinen Geschmack kommst
und dein Aufbrechen keinen
Schiffbruch erleidet.

  Wenn etwas in dir aufbricht
aus finsterster Nacht,
sei gewiss, es ist so gewollt.
Iss das Fleisch im Stehen, am Stab.
So ist es leichter, das Gehen,
denn sein Weg führt dich weg,
eilend vom Fleischtopfort.
Es wartet das Manna und die Taube.
Brich auf, dann wirst du es kosten,
das Passah des Herrn.

 
Bibelstelle – 2. Mose 12,11 (Luther)

  So sollt ihr's aber essen:
umgürtet an euren Lenden,
Schuhe an euren Füßen
und Stäbe in euren Händen,
und sollt es essen als die,
die fortziehen;
denn es ist des HERRN Passah.

 
â€â™€ Meditation

  Ich kenne diese Momente,
in denen etwas in mir aufbricht.
Nicht geplant.
Nicht bequem.
Oft zur Unzeit.

  Ich spüre die Versuchung,
den Aufbruch zu verzögern,
ihn mir schmackhafter zu machen,
als er ist.

  Doch der Weg ruft mich hinaus.
Nicht zurück an die Fleischtöpfe,
sondern vorwärts ins Gelobte Land,
Mit Geduld und mit Hoffnung im Gepäck.

  Vielleicht ist Aufbruch heute
kein heroischer Schritt,
sondern das schlichte Vertrauen,
dass Gott vorausgeht
und versorgt wenn ich für Ihn etwas zurück lasse?

 
â“ Fragen für den Tag

  1. Wo spüre ich gerade einen inneren Aufbruch?
2. Was hält mich noch zurück, obwohl der Weg ruft?
3. Welche bittere Wahrheit will ich nicht übergehen?
4. Was bedeutet es für mich, "im Stehen zu essen?"
5. Worauf hoffe ich jenseits des Aufbruchs?

 
Gebet

  Gott,
Du rufst mich heraus,
wenn ich bleiben möchte.

  Gib mir Mut,
den Schritt zu wagen,
auch wenn er ernst ist
und nicht abgesichert.

  Gehe Du mir voraus
und nähre mich unterwegs
mit dem, was ich brauche
für diesen neuen Weg.

 
Körperübung

  **"Bereit zum Gehen."**

  Stelle dich aufrecht hin.
Spüre den Boden unter deinen Füßen.

  Lege eine Hand an den Bauch,
die andere locker an die Seite.

  Atme tief ein
und richte dich innerlich auf.

  Beim Einatmen: *Ich bin bereit.*
Beim Ausatmen: *Ich gehe.*

  Wiederhole dies einige Atemzüge lang.

 
Abendreflexion

  Wo habe ich heute Aufbruch gespürt?
Wo bin ich stehen geblieben, wo gegangen?
Was nehme ich als Hoffnung mit in die Nacht?
Wofür will ich dankbar sein?



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