Vom Grummet steigt


Grüne Wiesen zieh'n vorbei.
Rhododendren rauschen reich geschmückt.
Vom Grummet steigt der Nebel auf.
Dieses Fest ist gut geglückt.
Wolken wallen grau wie Blei.

  Grüne Wiesen zieh'n vorbei,
auf denen dort im bunten Reigen
Blumen sich zum Klang der Laute drehen.
Gevatter Wind spielt sanft die Geigen.
Die Feier hier ist froh und frei.

  Rhododendren zart und schön bemalt
reichen sich zum Tanz die Hand.
Margeriten bilden einen weiten Kranz.
Die alte Eiche schwenkt zum Gruß ihr grünes Band.
Wer hat für dieses Fest bezahlt?

  Vom Grummet steigt der Nebel auf
und serviert den gold'nen Tau.
Eifrig singt der munt're Bach.
Der Biber lugt aus seinem Bau.
Wer gab dem Fest nur seinen Lauf?

  Wolken schwer wie graues Blei
spitzen schon den großen Mund.
Regen fällt im trunk'nen Kampf.
Es tut die Kälte allseits kund:
Das schöne Fest ist nun vorbei.

22.09.1986    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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