Der Schmetterling, 02


Vom Licht gezogen,
gierig durch das blaue Band.
Ein Schlag –
benommen, betrogen,
torkelnd zurück auf den Boden.
Undurchdringlich steht die kalte Wand.

  Vom Licht gefangen,
suchend auf der weiten Front.
Tausend Schläge,
unbändiges Bangen –
wie den Schatz nur erlangen,
der dort draußen sich sonnt.

  Vom Licht geblendet,
verzweifelnd am Rande.
Ein Hauch –
durch den engen Spalt hin gesendet.
Ach wäre er im Stande
kurz vom Schein nur zu lassen!
Er fände zum Licht und müsst' nicht verblassen.

6.02.2006    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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