Der Butter


Ein Mango hing an einem Baum.
Darunter saß die Mutter
und strich zur Tango-Tanzmusik
auf das Brot den Butter.

  Der Vater jedoch stieß mit einer Leiter
an den Ast, an dem der Mango eingefasst
und ging dann so mir nichts dir nichts einfach weiter,
als wäre nichts gewesen ohne Hast.

  Das hat dem Mango nicht gepasst.
Er stürzte ohne Halt und Rast
mit voller Wucht hinab zur Mutter
und krachte platschend in den Butter.

  Das war bitter. Stand da doch daneben,
ein sau'rer Liter Buttermilch.
So flog der Butter in der Mutter Milch
und das zum flotten Tangoschritt –
das nahm die Mutter ziemlich mit.

  Es missfiel der Mutter doch mit Recht
der Mango in dem Butter.
Sie schrie dem Vater zu: "Mir wird schlecht!
Nimm den Mango bitte sofort fort.
Der Butter muss an einen sich'ren Ort.
Ich brauch' jetzt eine heiße Fango
auf den Schreck. Schalt sofort aus den Tango!"

  Der Vater schrie: "Hab' keine Zeit.
Ich sag' dem Butler gleich Bescheid.
Der zieht den Mango aus dem Butter
und macht dir, Mutter, eine Fango
und beendet auch den Tango."

  Der Butler kam und nahm
den Mango in die Mangel
und die Mutter auf den Arm.
Der Mutter wurde heiß und warm
auch ohne Fango.
Vergaß der Butler doch den Anstand
und obendrein den Butter
in der Milch der Mutter.
Zudem lief immer noch der Tango.

  Wütend sprach die Mutter: "He du Knilch,
nimm deine Finger von mir weg
und den Butter aus der Milch!
Ich ruf den Vater mit der Leiter.
Der hilft dir Butler sicher weiter.
Setz' mich ab und bring' das Fango!
Vergreif' dich niemals mehr an meiner Mango
und schalt' den Tango endlich ab!
Ihr bringt mich alle noch in's Grab,
mein Mann, von dem ich kaum noch etwas hab',
du, der unverfror'ne Butler,
der blöde Mango und der Butter."

11.09.2014    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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