Das Glüd ist müd'


Zur Sommerszeit
trägt sie kaum Kleid,
in Schritt und Tritt nur Formen.
Mit Müh' hält man die Normen,
wird ständig nur umsonst geglüht,
wird's müd' das Glüd.

  Daheim ist's prüd'.
Tag rein, Tag raus das selbe Lüd
routiniert, kaum mehr bemüht
wird obendrein verfrüht gesprüht,
verengt das ihr Gemüt.
Streit ist's, was dem Glüd nun blüht.
Davon wird's besonders prüd'.

  Das Glüd bleibt müd',
wenn nichts geschüht.
Ja, falls dieser Zustand sich hinzüht,
ist alle Liebe bald verblüht.
Das Glüd' erschlafft, wie abgebrüht.
Darum, wer mehr mit seinem Herzen,
anstatt mit seinem Glüde süht,
dem wird das Glüd' so schnell nicht müd'.

30.06.2005    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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