Am Gleis


Noch jüngst
ging ich ganz gern
am Gleis entlang.

  Da sah ich einmal
schlimmen Sch...s
am Strang.

  Gleich wurde mir
im Magen bang
und übel.

  Zum Glück lag da
ein Kübel
auf der Schwelle.

  Den nahm ich auf der Stelle
und würgte –
wie einst Pelle –
in den Topf.
Doch ach,
ich armer Tropf!

  Was mir entschwand
aus meinem Kopf,
im Topf kein Ende fand.
Vielmehr fiel es ins Bodenlose
und dann auf meine Hose.
Das war ja allerhand!

  Ich seh' es ein,
wenn's plötzlich drückt,
dass ich am Gleise schmetter.
Doch wer ist so verrückt
und legt daneben ganz gemein
einen Eimer ohne Bodenbretter.
Kein Wunder, dass ich Wetter
und nie wieder
über Schienen kletter!

18.06.2011    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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