Wie Nebel sich


Wie Nebel sich durch enge Gassen zwängt,
sich Feuchtigkeit in jede Ritze drängt,
so strömt Dein Geist in meine Enge
mir Weite werdend, lichterloh
verbrennt die Angst mir und die Zwänge.

  Wie Licht sich durch die kleinsten Spalten zwingt
und Duft bis in den letzten Winkel dringt,
so spricht Dein Wort zu meinen Schatten:
"Hinfort, dies ist mein Kind.
Nicht länger dürft ihr es ermatten
so lichterlos und wutverbrannt!"

  Wie Feuer dürres Gras versengt
und Eis die harten Felsen sprengt...
so läutert Deine Gegenwart
mein Steinherz wieder windelweich.
Dank Deiner Liebe herzlich zart
schenkst Du mich Engen
in Dein weites Reich!

25.01.2015    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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