Wenn Schatten


Wenn Schatten mich
mit schweren Schlägen hin
auf's kalte Erdreich drücken
verstaltend Ziel und Sinn
in tausend Stücken.

  Wenn das Weltlicht sich
an meiner Finsternis zerbricht,
sich keine Hoffnungsschimmer mehr
in dieser Zeit für mich verglücken,
so glaub ich Dir und weiche nicht.

  Wenn alle Wege mein
sich vor mir in den Abgrund drängen,
die sichr'en Ufer in der Ferne schwinden,
so glaube ich,
dass Sein und Nichtsein
sich nicht am Atemschlag entzünden,
sondern aus Deinem Jawort strömen,
um alles ferne Fleisch
ins neue Nahsein einzugründen
liebesfest, äonenstark
und unzertrennt.

3.01.2012    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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