Von Anfang an (1. Buch Mose)


Von Anfang an,
von jenseits des Ereignishorizonts
schöpft Gott sein singuläres Sein
zur Raumzeit hier und Leben.

  Durch unsre Not entäußert,
in unsre Nacht hineingetrieben,
zu raum- und schmerzverkrümmt,
unerschöpflich ist sein Geben,
noch unermesslich mehr sein Lieben.

  Von Anfang an
Wort ins Fleisch verknallt
verschafft es sich vom Himmel her
zu Erde,
damit in finst'rer Urgewalt
viel Licht aus Schatten werde.
So wird alles, was verworden war,
ins rechte Licht gerückt,
wird gut und ganz und wahr,
weil Gott in diesem Wüsten hier
sich selbst
in seinem Sohn erblickt.

  Von Anfang an
ist Gott im Ende schon
und noch im Werden,
entfächert Gleichzeit sich
in deutungstolle Lebensdimension.
Schenkt deutungsloses Sein
als Freiraum sich auf Erden,
um sich mit menschlichen Gebärden
mit uns in neues Dasein einzuformen.
Wer sieht, was Leiden schafft?
Gott sieht's
dem Anfang an:
Alles ist gut.

3.02.2013    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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