Verspiegelt


Dein Du ist noch
im Ich versiegelt.
Es findet nicht
der Seele Kern.
Im "Nein" bin ich
noch eingeigelt.

  Von Fern nur wärmt
Dein heller Stern
den starren Stumpf.
So schrecklich weit
scheint dem Dein Licht
noch angesiedelt.

  Noch wird gehofft.
Ist doch der reine Reiser
noch nicht aufgepfropft.
Noch steh' ich fern.
Mein Gott, mein Gott,
ach hab' mich gern
und zeige Dich mir
unverspiegelt.

4.01.2015    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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