Trockenblick


Wenn mein Blick versackt im Du
so ichverwollt,
dann wird mir Nacht und schwarz vor Augen.
Ich sehe nichts und füll' Dein Gold
in Schläuche, die nicht taugen.
Nur um's trock'ne Ich zu trösten und zu tränken
bin ich bereit, das Unfassbare leichthin zu verschenken.

  Wenn mein Blick es wagt, auch Dich
so duversöhnt
in allem zu erblicken,
dann wird mir Tag und Licht vor Augen,
dann seh' ich Dich und fühl' mich wohlgewollt
und kann in Ruhe saugen,
um's trock'ne Ich zu trösten und zu tränken,
bist Du bereit Dein Unhassbares
liebendig in mich einzusenken.

21.09.2007    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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