Reines Licht


Reines Licht zerbricht
sich ohne Zaum
am Prisma hier
aus Raum und Zeit.
Finsternis erfasst es nicht.

  Gebroch'nes Licht fällt
leidentsprungen, trennungsschwer,
tropfend in den Erdkreis ein.
Farbenvoll, äonenleer,
belebt es Menschengeist
in seinem fernen Sein.

  Sein Lichtwort ist's,
das mehr als Brote
uns ins Dasein bringt.
Portioniert in Sinnesschalen,
nur so können wir den vielen Farben
noch etwas Wärme abgewinnen.

  An's reine Licht
und seine Liebesqualen
können wir uns nicht entsinnen.
Zu tief thront Kain
hinter uns'ren Schalen
und spricht verschattet bitter weiter:
"Nein!"

18.11.2012    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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