Mein Leib


Ich bin mein Leib.
Aber mein Leib ist nicht Ich.
Was sich von mir in's Fleisch verrannte
zu Raum und Zeit,
das ist er an sich
nicht mehr als nur dem Tode geweiht.

  Mein Ich ist im Leib
so schützend verschlossen.
Weil Dein Du es verkannte,
harrt es verdrossen
und setzt sich zur Wehr,
auf dass es am Leben ja bleibe.
Stets hält es verzweifelt und kämpfend
den Tod sich vom Leibe.

  Du bist der Leib
aus reinster Liebe gegossen.
Wie hat nicht mein Elend
das Herz Dir verdrossen?
So gibst Du Dein Fleisch
und Dein Blut an mich hin.
Wieder kommt das Licht mir geflossen
trotz irdenem Sinn,
wird meinem Ich offenbar
als Leben und Sinn,
trotzt allem Tod.
Christus, mein größter Gewinn!

26.02.2017    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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