Ich war noch nie mein Gefühl


Ich war noch nie
mein Gefühl.
So selten fällt mir dieses Los.
Abgefühlt, es wäre mein Traum!
Wo find' ich dies bloß?
Und spür' ich mal etwas
ganz riesengroß,
dann fällt es sogleich
aus dem Herz in den Schoß.

  Ich war noch kaum
gefühlt im Ich
so richtig satt wie im Traum,
ganz innerlich und eingetaucht,
nicht nur daneben.
Dieses "daneben" ist, was mich schlaucht.
Wie hält es mich fern vom Leben?

  Ach Herr, ob dieser Gefühle
hab' doch Erbarmen!
Und wühle, wühle, wühle
mit zarten Liebesarmen
in meiner Seele schlaffen Pfühlen!
Ja, fühl' mich gänzlich aus,
bis ich Dich in allem wieder fühle!

26.02.2017    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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