Geschenk


Alles ist Geschenk –
egal, was ich auch denk'.
Das Netz, sei es auch voll mit bunten Fischen,
reicht nie dem Meer
das Wasser.

  Viel mehr
durchströmt des Meeres warmes Geben
des Netzes Stricke, seine Maschen
spannt es auf, ist ihm das Leben,
füllt ihm noch obendrein
den Fisch in seine Taschen.

  Doch meine Netzhaut ist erblindet.
Solch tiefes Sein ist mir verborgen.
Voll Angst und Sorgen,
zähl' ich den Fisch samt seinen Schuppen.
So treib' ich kaum mehr in mein Morgen.
Ach Meer, wann wirst du Dich für mich entpuppen?
Ja, wie sehr
sollt' ich mich ganz in Dir verdanken –
doch Fisch und Farbe
fängt mich leer.

8.07.2005    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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