Fass' mich ein


Fass' mich ein,
ich fühle mich so ausgefranst.
Die güldnen Bänder hingeflossen.
Mein Purpur hat sich ausgetanzt
und liegt in mir ausgegossen
auf der Seele schwer wie Stein.

  Fass' mich an,
ich fühle mich so unberührt.
Die frischen Wasser abgeschöpft.
Mein Quellen hat der Sand entführt
und soviel Jugend liegt wie abgeschröpft
neben mir im Altersbann.

  Fass' mich auf,
ich fühle mich so unverstanden.
Die Ideale abgeführt.
Mein Denken will im Nichts versanden.
Von Zukunftsängsten aufgerührt
nimmt die Entgrenzung ihren Lauf.

  Fass' Du mich auf und an und ein,
dann fühle ich mich auf- und an- und eingefasst.
Die vielen Zweifel eingeschlossen.
Mein Strömen findet in Dir Rast.
Alles Wollen liegt entdrossen
und darf in Dir geborgen sein.

27.02.2017    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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