Dunkle Flamme


Oh dunkle Flamme, wie brennst Du so hell
verborgen im Antlitz des Fernen.
Dich sucht meine Seele, Dich ewiger Quell,
der Du treibest das Rad mit den Sternen.
Komm eile herbei, komm zu Hilfe mir schnell!
Ich will immer tiefer Dich kennen,
ich will, in deinem Feuer verbrennen.

  Oh, ihr Lichter des Zweifels, ihr irret mich nicht.
Nur ihm hab' ich Treue geschworen,
ihm will ich folgen bis in den Tod.
Verschwindet, verschwindet ihr närrischen Toren!
Er ist mir Wasser, lebendiges Brot,
das Öl meiner Lampe, mein Halt in der Not.
Er meine Wahrheit, mein ewiges Licht.

  Oh Christus nun komm, nimm den Schwachen jetzt ganz!
Füll' völlig die Fässer der Leere!
Erhell' meine Nacht mit freudigem Glanz!
Die Frucht meiner Jugend vermehre!
Und fehlt mir zum Siege der dornige Kranz,
so krön' mich Dir, Vater, zur Ehre.

5.07.1991    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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