Deine Hand


Deine Hand, meine Zeit
unerkannt, unscheinbar,
verborgen im Lauf der Dinge,
immer schon Geschenk.
Von Anfang an
kommst Du mir darin entgegen
zärtlich und sanft
fällt das Senfkorn
in den Kreis seiner Brüder,
bricht das Pfingstrosenrot
meinen Finsterblick,
legst Du dich selbst
vertrauensvoll
Stunde um Stunde
in meine Hand.

  Deine Hand, mein Raum.
Dasein für mich
so selbstverständlich aufgespannt
inmitten der Nichtsnacht.
Alles nur, um der Unendlichkeit meines Neins
ein liebevolles Ende einzuräumen.
Ja um meiner Entgrenzung willen
hast Du dich selbst entäußert.
Dich selbst verwerfend
schenkst Du dem Haltlosen Halt,
ein Oben und Unten.

  Noch nicht genug.
Du küsst den Fuß, der Dich tritt,
solange bis dieser erkennt –
Du bist sein Weg, seine Wahrheit,
sein Lebensraum –
und er sich zurück schenkt
in Deine Hand.

1.06.2014    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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