Begehre Du


Begehre Du in mir!
In mir regiert die Gier
immer nur nach Dir
im Form von Lustfleisch
alle Zeit – will haben
sofort, jetzt und hier.

  Will nicht das weiße Licht,
das sich zersplittert, selbst zerbricht,
will nur die dedizierte Farben
und an diesen all mein Darben,
alles Ich und meine Habsucht laben.

  Begehrst du mich
in all dem üblen Streben?
Mir ist's ja auch im Nachspiel viel zuwider!
Wie können wir zusammen damit leben?
Wie ist der Knäuelknoten zu entweben?
Wie ist das Farbenfehlen zu erlösen?

  Himmelsfarben rein und klar,
sinkt dankgestärkt in meine Seele nieder
durch alles Fleisch trotz steifer Glieder
bis zum Kern mit starkem Scheinen,
verweilet eingeläutert dort, um immer wieder
mich in's reinste Weiß zu einen.

9.08.2017    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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