Aufmachen


Ich will mich aufmachen
mit allen Türen,
damit Deine Vaterarme
in mich hineinreichen
tief in meinen Hunger.

  Dann kann ich aufbrechen
aus meiner Kaltnacht heraus,
aufbrechen wie eine Knospe
und hineinblühen in den warmen Lichtmorgen
gottgeborgen und fruchtdurstig.

  So will ich mich aufmachen
für jeden Augenblick,
heraus aus dem Fluchhaus fliehen
will ich nicht länger zornverschlossen,
mit allem abschließen.

  Aufweiten willst Du mich,
hinöffnen hinein in Deinen Hunger
nach mir.

1.05.2017    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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