Wutwort


Hörst du das Böswort nicht schnauben?
Es will das Gute uns rauben.
Fang an, dir zu erlauben,
an das Gute zu glauben.
Folg' nicht den Blinden und Tauben,
dem Blick ihrer angstvollen Augen
ihrem Verstören. Es will zum Guten nicht taugen.

  Fang an, dir selber zu trauen,
deinem Fühlen und schauen.
Kein Führer schafft goldene Gauen!
Er wird dein Haus dir zerhauen,
um sein eigenes darauf zu bauen.
Fang an, betritt deine grünenden Auen,
dann wird sich dein Wehren entstauen.

  Man muss sich dem Wutwort versagen,
dem wüstendem Jammern und Klagen,
muss wagen, sich dem bösendem, bitterndem Nagen
bis auf's Blut zu entsagen.
Hab' Mut, bezwing' dein zweifelndes Zagen
und lass dein Gutwort das Wutwort zerschlagen!

15.09.2018    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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