Wir fallen


Wir fallen, fallen, fallen
tief im Nichts
durch apsislose Hallen
hoch im Mut
durchs Herzensballen,
blind vor Wut,
getrennt aus allem
fällt unser Wir
ins Ich zertaumelt.

  Wir kriegen, kriegen, kriegen
nie unser Genug,
auch wenn wir blutig siegen
vertrieft im Sinn.
Durch unser Lügen
treibt es uns hin
zu bösen Zügen
im ichlosen Wir
tötet man leichter ein Du.

  Wir prallen, prallen, prallen
als Sandkorn durch die Zeit
verstreut in allem
ist uns das Du zu weit.
Doch Dir hat es gefallen,
Dein Raum ist uns Geleit
auf unsrem Todeslauf
fängst Du uns Korn um Korn
in Deiner Sanduhr auf.

24.03.2018    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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