Wie finde ich?


Wie finde ich, Leben,
mich ein in Deiner Gegenwart?
Ich suche Dich in meinem Streben,
plage mich und geb's mir hart.
Ich wähne Dich an fernem Ort,
eile, hetze, komme an,
bin ich dann dort, bist Du längst fort
ob meinem Wahn.

  Wie finde ich, Gegenwart,
in Dir das Leben?
Du bist wie ein Pflänzchen zart,
das sprießt an meines Weges Rand.
Ich eil' in's Morgenland mit schnellem Schritt.
Nie komm' ich an!
Ich trample Tod mit jedem Tritt
den Augenblick in meinem Wahn.

 
Bild: BildImBild01 (Quelle: pixabay.com)

15.09.2019    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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