Vaterblick


Ich kann mich nur
im Auge meines Vaters sehen.
Für mich sind meine Augen blind.
Alles Werten, alles Lob muss durch seine Augen gehen!
Mich schlag' ich selber in den Wind.
Ich tob', hab' keinen Augenblick für mich,
schon gar kein Wohlgefallen.
Für seinen Anblick stirbt mein Herzenskind
im Schmerz erstarrt vom Zorneshassen,
veräußernd sich, auf dass mein Wollen alles Sehnen, alle Taten,
augenwirklich in sein Vorbild passen.

16.10.2017    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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