Tod, 02


Im Angesicht der Todesstumme
verschweigt sich alles Leben
entreißend, entzerrend schwaches Fleisch
der Raumzeit abgewurzelt
steht der Seelenstummel
nackt und bloß
in reinen Schmerz getaucht.

  Im Angesicht der Todeswumme
vergeigt sich alles Überheben
zerschlagend, sprengend jeden Hoffnungswall,
der im Diesseits sich vergründet,
jedes Wort wird Rauch und Schall,
wenn der Ichstrom in die blasse Meereswelle mündet
und aus dem Nichts das Überall
seine Vollkraft ihm verkündet.

4.12.2016    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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