Stählernes Band


Stählernes Band
einend meine Stadt und mein Land,
krümmst mir den Raum mit zügiger Zeit.
Dein rotes Schaukelpferd im wildem "Rateratat"
gewährt mir stets sich'res Geleit
tragend mein Land in die pulsierende Stadt.

  Strömendes Band
sammelnd die Städter vom Land
jeden Morgen an deinem Ufer auf's Neue,
pendeln die gleichen Gesichter sich ein.
Dann schwemmst du Fröhliche, Traurige, Scheue
Zug um Zug in die Stadt mit hinein.

  Quälendes Band
trennend die Stadt und das Land.
Wie lang' schon muss ich dich erhoffen,
ja, zitternd vor deinem Rotlicht erkranken?
Wie oft stehen deine Türen mir offen
mit "Idioten" in den lichtenden Schranken?

  Beengendes Band,
Zumutung zwischen Stadt und dem Land.
Zuviel miteinand', wie Sardinen gedrängt,
quäkende Sprecher, man wird überholt,
die schwitzenden Leiber ineinander versenkt.
Ich ärger' mich schwarz und fühl' mich verkohlt.

  Verbindendes Band
einend meine Stadt und mein Land.
Ich kann dich nur dankbar ertragen.
Doch neulich träumte ich seltsam von dir
im schaukelndem Tanz deiner Wagen.
Vereintest Puchheim die Stadt und die Lande du mir
mit pünktlichem Takt und der Spuren gar vier.

 
Bild: gleise01 (Quelle: pixabay.com)


16.04.2019    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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