Herzensmitte


Auf zum großen Spatenstich,
lasst uns bewenden alte Erden!
Packt an mit bejahenden Gebärden
alle, Puchheim, Du und Ich!
Neues darf nun endlich werden.

  Seid vergewissert Schwestern, Brüder,
nichts wird leichthin hier vollbracht!
Kontur und Konto wurden klar bedacht.
Altes spiegelt sich im Neuen wider.
Auf Bewährtes gibt man Acht.

  Der Marktplatz wird das Zentrum zieren
mit Birken hoch, ganz grün umträumt.
Von Ladengässchen, Kirche, Schulhaus nah umsäumt
werden aus seiner Mitte Wege führen,
die verbinden was verzäunt.

  Schon wähn' ich mich an bodengleichen Quellen,
vom Fontänenflüstern sanft umwogen
spür' über mir den nassen Regenbogen
farbenleicht sich in den hellen Himmel schnellen
und bin sogleich von Kaffeedüften magisch angezogen.

  Jetzt lehne ich mit einer Tasse auf der Türkentrankterrasse
den Sonnenblick gebannt nach Süden
zu den polygonen Pyramiden.
Vielseitig locken sie die breite Masse
Kunstkultur sich neu belebend einzuschmieden.

  Dann vom Dach der Präsidentenwiese kraulen Klänge meinen Sinn.
Die Arena ist durchsingt mit froher, fremder Sitte.
Da beherzt sich in mir eine tiefe Bitte:
Puchheim, ob all des Bauens her und hin,
bewahr' dein Herz in deiner Mitte!

25.03.2017    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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