Furchtzerfurcht


Wir sind so furchtzerfurcht
auf unsren Seelenäckern.
Wir klagen, fluchen, meckern
und wollen uns vergraben
und immer doch am Ende
die schönsten Früchte haben.

 
Bild: Acker02 (Quelle: pixabay.com)

Wir sind so fruchtversucht
auf unsren Seelengründen.
Wir halten fest an unsrem Pfründen
und wollen unser Fruchtfleisch fein genießen
und hören doch nicht auf
die Äckerfurchen zu verschließen.

  Wie sind so furchtverdrossen
auf unsern Seelengärten.
Wir sind dabei die Erde zu verhärten
und beharren auf den vollen Tennen
und weigern uns beständig,
den scharfen Pflug zu kennen.

 
Bild: Pflug01 (Quelle: pixabay.com)

Wir sind so fruchtzerfurcht
auf unsren Seelengauen.
Wir können uns'rer Furcht nicht trauen
und ihrem schwerem Pflügen.
Wir wollen sie nur fliehen,
anstatt sich ihrer Glaubenssaat zu fügen.

14.10.2018    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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