Entfoltern


Ich will mich entfoltern,
fliehen aus den Schreckenskammern,
in die ich mich einverdrossen habe
seit dem Jenseits und immer wieder
mit versäglichem Jammern.

  Ich will mich herauspoltern,
mich herausziehen aus der Höllengruft
die ich in mich eingegossen habe
so verbitternd ins Tiefschwarz
mit unerträglichem Leichenduft.

  Ich will mich entbinden,
mich meiner Tottat entwinden,
für die ich mich entschlossen habe.
Ich will, doch das Herzharz fließt träge
und hält mich folternd im Grabe.

23.08.2018    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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