Du steigst herab


Du steigst herab in dieses Jammertal
und reißt den halben Himmel mit.
Ungeachtet Deiner Qual
steigst Du herauf in mir mit jedem Schritt,
bei dem ich selbstlos mich verlasse.

  Du steigst herab so geistbeflügelt
und einst den wirren Farbenstrauß,
gießt Dein Weiß ganz ungezügelt
in meinen leeren Farbenkasten aus,
sobald ich Deine Pinsel fasse.

  Du steigst herauf aus meinem Tiefsehgraben
und brichst der Zornesfluten Sog.
Geistbetäubt zieh'n mich Deine Gaben
sanft hinfort vom Schweinetrog,
sowie ich meine Höhe hasse.

 
Bild: TaucherFels01 (Quelle: pixabay.com)

26.02.2018    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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