Du hast mich


Du hast mich abgelächelt
mit roten Lippen
und einem Achselzucken,
hast mit einem Augenblick
mir gezeigt, dass mein Schatz
in deinen Augen
wertlos ist.

 
Bild: Lipenrot01 (Quelle: pixabay.com)

Du hast mich abgeschmettert
mit eiskalter Schulter
und einem Wimpernzucken,
hast mir dein Tafelsilber ins Auge gerammt,
so dass ich mich selbst
nicht mehr sehen kann.

 
Bild: StauteSchulter01 (Quelle: pixabay.com)

Du hast mir den Ball zugespielt,
das schwarze Schaf gleich mit dazu.
"Es ist wie es ist," denkst du,
hast dich heimlich fortgefühlt
und mich meiner Schwerkraft überlassen.
Ich kann's kaum erfassen!
So schnell – aus Lieben wird Hassen?
"Wie macht man aus Stroh Gold?" denke ich.
"Wie platzier' ich den Hieb, setze den Stich?"

 
Bild: Messerstich01 (Quelle: pixabay.com)

Du hast mich verletzt
mit schneidendem Wort.
Hast mich am heiligen Ort
in dein Messer gehetzt.
In mir tobt die Tat, ich muss mich erwehren!
Heiß? Das würde mein Selbstbild zerstören.
Kalt? Das würde mein Joch unendlich beschweren.
Ich hol' das Geschütz, es kann ja nicht schaden.
Ich fahre es auf, schon ist es geladen
im Feind das Visier.
Endlich steh' ich zu mir.
Und wenn ich jetzt zünde,
bin ich der Täter, fall in die Sünde
und schwäche den Schmerz.

 
Bild: Kanone01 (Quelle: pixabay.com)

Du hasst mich
....

3.04.2019    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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