Die Möhre


Vor unser'n Augen prankt die Möhre
saftvoll, lieblich anzuseh'n.
Für den einen ist es Ruhm und Geld.
Ein and'rer will stets eine sexy Göre
jung, aufgestrapst und immer schön.

 
Bild: FrauMitStrapsen01 (Quelle: pixabay.com)

Ich schwöre, jeder hat so seine Möhre
ob beutelvoll, ob busenprall.
Mancher riskiert dafür sogar die Rübe,
auf dass die Möhre ihm schon bald gehöre,
jagt man ihr nach im Überschall.

 
Bild: Legofliegermann01 (Quelle: pixabay.com)

Leider hat die Möhre ihre Tücken.
Wunderhübsch und greifbar nah
baumelt sie und treibt das Wasser uns ins Maul.
Doch will man sie schlussendlich pflücken,
macht sich "mein Schatz" ganz plötzlich rar.

 
Bild: HerrderRingeRing01 (Quelle: pixabay.com)

"Schneller!", höre ich die Möhre flüstern
frech von vorn
zieht sie mir Luft aus meinen Nüstern.
Ach wie reizt sie mich so lüstern,
juckt wie ein spitzer, heißer Dorn.

 
Bild: Schimmel02 (Quelle: pixabay.com)

So hetzt man sich das ganze Leben
Möhr' und immer Möhr'.
Ungeachtet aller Pein und Spesen
muss man dieses Ding erstreben.
Am Ende aber dröhnt's dann im Gehör:
"Was für ein Esel bist du doch gewesen."

 
Bild: Esel0919 (Quelle: pixabay.com)

2.11.2017    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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