Ort und Stelle


In meinem Stürmen,
wenn meine Wellen
haushoch sich türmen,
Wassermassen an unmöglichen Stellen
durch meine Planken sich brechen,
hinein in mein Boot,
dann spür' ich das Tiefe
unter mir sprechen,
leer und stumm wie der Tod,
grundlos geschwärzt,
unergründlich für menschliches Lot.

 
Bild: fiquetdidier1-storm-7018311_1280 (Quelle: pixabay.com)

Wenn in mir alles versinkt,
wenn selbst mein Winden
den Stillstand mir bringt,
mich keine Lichter mehr finden,
die alten Götter sich weiden
an meinem Zersplittern,
dann fühl ich das Tiefste
still in mir sagen:
Du musst nicht verbittern,
fernab jeder Helle
bin Ich
längst schon für dich
an Ort und Stelle,
wehre dich nicht.

 
Bild: ameyabhavsar2000-dolphin-5596080_1920 (Quelle: pixabay.com)

10.02.2026  ↑    



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