Frühlingsduft


Oh Frühlingsduft,
wie sinkst du hin
so demütig mit trotziger Gebärde
in meine Kältegruft
so unbedarft als wär's ein Kinderspiel.

  Dein Reigen voller Leben
fordert fromm im Kreis der Zeiten,
mich auf's Neue zu erheben.
Wie dränget mich dein Blühen, das da ruft:
"Komm heraus! Das Himmelblau ist unser Ziel."

  Oh Frühlingsfarben,
wie konnt' ich nur dein Grün vergessen.
So unerklärlich schön und kühl
legst du dich auf meine Narben,
tröstest mein Vermessen
mit wachsendem Gefühl.

29.04.2018    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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