Bewege mich!


Bewege mich!
Meine Pfade sind verwüstet,
meine Wege aufgelassen,
meine Wehre hochgerüstet,
meine Späher sind entlassen.

  Bewege mich!
Alles and're ist mir feind!
Alles Dort droht mir abscheulich!
Alles Mein ist mir ein Freund,
alles Fremde unerfreulich.

  Bewege mich!
Wer baut mir neue Brücken?
Wer rammt die Pfeiler in den Fluss?
Wer schließt vor und hinter mir die Lücken?
Wer empfängt mich, wenn ich fliehen muss?

  Bewege mich!
Meine Burg wird mir zum Kerker,
meine Zinnen künden Zorn.
Meine Einsamkeit tobt als Berserker.
Meine Angst sitzt wie ein Dorn
in meiner Feste unbewegt.

2.09.2018    



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© WolfgangJohannesWelk ( wjw@reimquelle.de )

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